Kreislauforientierte Lösungen im Bauwesen
Leipfinger-Bader entwickelt Bauprodukte und Lösungen, die auf eine lange Nutzungsdauer sowie auf Instandhaltung, Rückbau und mögliche Wiederverwendung oder stoffliche Verwertung ausgerichtet sind. Die jeweiligen Eigenschaften und Verwertungsoptionen werden produktbezogen und nachvollziehbar beschrieben.
Leipfinger-Bader kreislauforientierte Produkte im Überblick
Zulassung
Bauaufsichtliche Zulassung für Planhochlochziegel und Lehm-Dünnbettmörtel
Leipfinger-Bader bietet ein tragendes Mauerwerkssystem aus Planhochlochziegeln für Innenwände und Lehm-Dünnbettmörtel. Für das System liegt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-17.11-1327 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) vor.
Die Zulassung legt den Anwendungsbereich sowie die Anforderungen an Planung, Bemessung und Ausführung fest. Damit bietet das System eine belastbare Grundlage für die projektspezifische Planung und Umsetzung im zugelassenen Umfang.
Das System ist für Druckfestigkeitsklassen 6 bis 20 und Rohdichten von 0,8 bis 1,4 zugelassen. Es eignet sich – vorbehaltlich der projektspezifischen Planung und der Vorgaben der Zulassung – für geeignete Anwendungen im Wohnungsbau, in öffentlichen Gebäuden und bei Sanierungsprojekten.
Für Bauvorhaben, die die jeweiligen Förderbedingungen erfüllen, ist das System für KFN 40 QNG geeignet.
Termine
Ziegel Recycling Bayern GmbH
Aufbereitung von Ziegelmaterialien für neue Anwendungen
Die Ziegel Recycling Bayern GmbH ist auf die Aufbereitung und das Recycling von Ziegelmaterialien spezialisiert. Im Rahmen der kreislauforientierten Lösungen von Leipfinger-Bader übernimmt das Unternehmen eine wichtige Funktion bei der Aufbereitung von Ziegelresten und der Entwicklung geeigneter Anwendungen für Ziegel-Granulat.
Die Ziegel Recycling Bayern GmbH arbeitet eng mit der Leipfinger-Bader GmbH zusammen, um einen effizienten Recycling-Kreislauf für Ziegelprodukte zu etablieren. Diese Partnerschaft ermöglicht es, dass die bei der Produktion und beim Bau anfallenden Ziegelreste effektiv gesammelt und zur Wiederaufbereitung an die Ziegel Recycling Bayern GmbH weitergeleitet werden. Das recycelte Material wird dann in Form von Ziegel-Granulat oder anderen recycelten Ziegelprodukten an Leipfinger-Bader zurückgeführt, wo es erneut in den Produktionsprozess einfließt. Diese Zusammenarbeit schließt den Kreislauf und sorgt dafür, dass Materialien im Sinne des Cradle to Cradle-Konzepts vollständig wiederverwendet werden.
Von Ziegelresten zu Granulat
Leipfinger-Bader führt Ziegelreste aus der Herstellung sowie geeignete Ziegelmaterialien aus Rückbau- und Abbruchprozessen der Aufbereitung zu. Bei der Ziegel Recycling Bayern GmbH werden die Materialien zerkleinert, von Verunreinigungen getrennt und nach Korngrößen klassifiziert.
So entsteht Ziegel-Granulat mit einer Körnung von 0 bis 16 mm, das lose ab Werk bezogen werden kann. Die konkrete Verwendbarkeit richtet sich nach den jeweiligen technischen Anforderungen, der Produktqualität und dem vorgesehenen Einsatzbereich.
Mögliche Anwendungen sind unter anderem:
- Landschaftsbau: als Gestaltungselement oder als Drainageschicht in geeigneten Außenanlagen;
- Vegetationsbau: als Bestandteil von Substratmischungen für Dachbegrünungen, sofern die Anforderungen der jeweiligen Substratrezeptur und des Bauvorhabens erfüllt sind.
Dachbegrünungen können zusätzliche Vegetationsflächen schaffen und zur vielfältigeren Nutzung von Dachflächen beitragen.
Durch die Aufbereitung werden Ziegelmaterialien einer weiteren Nutzung zugeführt. Je nach Herkunft des Materials, Aufbereitungsaufwand, Transportwegen und Einsatzgebiet kann dadurch der Bedarf an Primärmaterialien reduziert werden. Die konkrete Umweltwirkung hängt vom jeweiligen Projekt und den zugrunde gelegten Vergleichsdaten ab.
Mit der Aufbereitung von Ziegelmaterialien schafft Leipfinger-Bader gemeinsam mit der Ziegel Recycling Bayern GmbH zusätzliche Einsatzmöglichkeiten für mineralische Materialien und stärkt regionale Wertschöpfungsstrukturen.
Kreislauforientierte Lösungen
Kreislauforientierte Lösungen für das Bauen
Leipfinger-Bader arbeitet an kreislauforientierten Lösungen für das Bauen. Im Mittelpunkt stehen die bessere Nutzung von Produktionsresten, die Entwicklung von Ziegelprodukten mit Recyclinganteilen sowie die Prüfung geeigneter Möglichkeiten zur Wiederverwendung von Fassadenziegeln und weiteren Bauprodukten.
Darüber hinaus entwickelt Leipfinger-Bader Konzepte für Materiallager, in denen geeignete Werkstoffe aus Rückbau- und Abbruchprozessen für neue Anwendungen erfasst und bereitgestellt werden können. Ob ein Material wiederverwendet oder aufbereitet werden kann, hängt von seiner Qualität, Herkunft, Prüfung und dem geplanten Einsatz ab.
Damit schafft Leipfinger-Bader zusätzliche Optionen für einen bewussteren Umgang mit Bau- und Rückbaumaterialien und unterstützt die Entwicklung kreislauforientierter Bauweisen.
Ziegel neu gedacht
Aus Ziegelmaterial wird neue Perspektive
Ziegel können mehr als nur einmal verwendet werden. Leipfinger-Bader entwickelt kreislauforientierte Lösungen, die aufbereitete Ziegelmaterialien, Recycling und neue Herstellungsverfahren miteinander verbinden.
Mit Recyclingziegeln, dem Kaltziegel und der Wiederverwendung geeigneter Fassadenziegel entstehen zusätzliche Optionen für einen bewussteren Umgang mit Bau- und Rückbaumaterialien. Ziegelreste und ausgewählte Recyclingmaterialien werden aufbereitet und – abhängig von Qualität und Anwendungsbereich – für neue Produkte oder Anwendungen genutzt.
Der Kaltziegel wird in einem Herstellungsverfahren ohne den klassischen Brennprozess gefertigt. Welche Energie- und Umweltvorteile sich daraus ergeben, hängt vom konkreten Produkt und vom Vergleich mit dem jeweiligen Referenzverfahren ab.
Gemeinsam mit der Ziegel Recycling Bayern GmbH erschließt Leipfinger-Bader neue Wege für die Nutzung von Ziegelmaterialien. So entstehen Produkte und Konzepte, die den Materialeinsatz im Bauwesen weiterdenken und zusätzliche Einsatzmöglichkeiten für aufbereitete Rohstoffe schaffen.
Leipfinger-Bader entwickelt erste eigene Lehmplatte