Welche Förderungen gibt es für Holz-Lehm Decken?

Sabrina Gerstmayr ·
Natürliche Holzbalken und warme Terrakotta-Paneele an moderner Wohnzimmerdecke mit sanftem Nachmittagslicht

Holz-Lehm-Decken gewinnen bei Bauherren und Architekten zunehmend an Bedeutung. Diese Deckenkonstruktionen kombinieren die strukturellen Eigenschaften von Holz mit den feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften von Lehm zu einem System, das bauphysikalische Vorteile und ein ausgeglichenes Raumklima bietet.

Verschiedene Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene unterstützen den Einsatz von Holz-Lehm-Konstruktionen. Von KfW-Darlehen bis hin zu regionalen Zuschüssen stehen Ihnen diverse Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung, um Ihr Bauvorhaben wirtschaftlich zu realisieren.

Was sind Holz-Lehm-Decken, und warum werden sie gefördert?

Holz-Lehm-Decken sind Deckenkonstruktionen, die eine Tragkonstruktion aus Holz mit einer Ausfachung oder Beschichtung aus Lehm kombinieren. Diese Bauweise vereint die strukturelle Festigkeit des Holzes mit den feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften des Lehms.

Die Förderung dieser Konstruktionen erfolgt aufgrund ihrer Eigenschaften: Holz und Lehm sind nachwachsende und regionale Rohstoffe, die Konstruktionen sind rückbaubar und die Materialien können wiederverwendet werden. Sie tragen zur Reduktion der grauen Energie im Bauwesen bei. Zusätzlich bieten sie eine natürliche Wärmedämmung und schaffen durch ihre feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften ein ausgeglichenes Wohnklima.

Die staatliche Förderung zielt darauf ab, den Anteil dieser Baustoffe zu erhöhen und die Transformation der Bauwirtschaft zu beschleunigen. Insbesondere die Rückbaubarkeit und die Ökobilanz von Lehmbausystemen machen sie zu Gegenständen entsprechender Förderprogramme.

Welche KfW-Förderprogramme gibt es für Holz-Lehm-Decken?

Die KfW fördert Holz-Lehm-Decken hauptsächlich über das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) mit zinsgünstigen Darlehen von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Zusätzlich können Sie das Programm „Wohneigentum für Familien“ (WEF) nutzen, sofern Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Für die Förderung müssen Ihre Holz-Lehm-Decken Teil eines Gebäudes sein, das die Effizienzhaus-Standards der KfW erreicht. Besonders interessant ist die erhöhte Förderung für Gebäude mit dem „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG). Hier erhalten Sie zusätzliche Kreditbeträge und bessere Konditionen, da Baustoffe wie Lehm ausdrücklich in die Bewertung einfließen.

Das KfW-Programm „Sanierung zum Effizienzhaus“ unterstützt auch die nachträgliche Integration von Holz-Lehm-Deckensystemen in Bestandsgebäude. Dabei werden sowohl die verbesserte Energieeffizienz als auch die Verwendung der eingesetzten Materialien berücksichtigt. Die Antragstellung erfolgt über Ihre Hausbank in Verbindung mit einem zertifizierten Energieeffizienz-Experten.

Gibt es BAFA-Zuschüsse für nachhaltige Deckenkonstruktionen?

Das BAFA fördert Holz-Lehm-Decken nicht direkt, sondern unterstützt sie indirekt über die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG), sofern sie Teil umfassender energetischer Sanierungsmaßnahmen sind. Zuschüsse von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten sind möglich.

Die BAFA-Förderung greift insbesondere dann, wenn Ihre Holz-Lehm-Deckenkonstruktion zur Verbesserung der Gebäudehülle beiträgt oder mit anderen geförderten Maßnahmen, etwa dem Einbau erneuerbarer Heizsysteme, kombiniert wird. Wichtig ist dabei, dass die Gesamtmaßnahme zu einer nachweisbaren Energieeinsparung führt.

Zusätzlich können Sie von der BAFA-Förderung für die „Fachplanung und Baubegleitung“ profitieren. Bis zu 50 Prozent der Kosten für qualifizierte Energieberater werden übernommen, die Sie bei der Integration von Holz-Lehm-Systemen in Ihr Bauvorhaben unterstützen. Diese Begleitung stellt sicher, dass alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Welche regionalen Förderungen unterstützen Holz-Lehm-Konstruktionen?

Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Förderprogramme für das Bauen mit Holz-Lehm-Konstruktionen an. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben spezielle Programme für ökologische Baustoffe mit Zuschüssen zwischen 5.000 und 15.000 Euro pro Bauvorhaben.

In Bayern unterstützt der „BayernFonds Nachhaltige Entwicklung“ ausdrücklich den Einsatz regionaler und nachwachsender Baustoffe. Baden-Württemberg fördert über das Programm „Holzbau-Offensive BW“ innovative Holz-Lehm-Konstruktionen als Teil der Landesstrategie für das Bauen mit Holz. Nordrhein-Westfalen bietet im Rahmen von „progres.nrw“ Zuschüsse für entsprechende Bautechnologien.

Kommunale Förderungen variieren stark je nach Region. Viele Städte und Gemeinden haben eigene Programme, die den Einsatz dieser Baustoffe bezuschussen. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Bauverwaltung oder Klimaschutzstelle über verfügbare Programme. Oft lassen sich regionale Förderungen mit Bundes- und Landesprogrammen kombinieren, was die Wirtschaftlichkeit Ihres Holz-Lehm-Projekts erheblich verbessert.

Wie beantragt man Förderungen für Holz-Lehm-Decken richtig?

Die Beantragung von Förderungen für Holz-Lehm-Decken erfolgt grundsätzlich vor Baubeginn und erfordert eine sorgfältige Planung mit qualifizierten Fachberatern. Beauftragen Sie zunächst einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten, der die geeignete Förderstrategie für Ihr Projekt entwickelt.

Der Antragsprozess gliedert sich in mehrere Schritte: Zunächst erstellt Ihr Berater die erforderlichen Nachweise über die geplanten Holz-Lehm-Konstruktionen und deren Beitrag zur Gesamtenergieeffizienz. Anschließend reichen Sie die Anträge bei den entsprechenden Förderinstitutionen ein. Für KfW-Programme erfolgt dies über Ihre Hausbank, für BAFA-Zuschüsse direkt online.

Achten Sie darauf, alle erforderlichen Unterlagen vollständig einzureichen: Bauzeichnungen, Materialspezifikationen der Holz-Lehm-Systeme, Energieberechnungen und Kostenvoranschläge. Nach der Zusage dürfen Sie mit den Arbeiten beginnen, müssen aber alle Belege für die Verwendung der geförderten Materialien sorgfältig dokumentieren. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Maßnahmen und Vorlage der Verwendungsnachweise.

Wie Leipfinger-Bader bei Förderungen für Holz-Lehm-Decken hilft

Als Spezialist für Lehmbausysteme unterstützen wir Sie bei der Realisierung Ihrer förderfähigen Holz-Lehm-Deckenprojekte. Unsere Expertise hilft Ihnen dabei, verfügbare Fördermöglichkeiten zu nutzen und die technischen Anforderungen der verschiedenen Programme zu erfüllen.

Unser Service umfasst:

  • Beratung zu förderfähigen Lehmbausystemen und deren Integration in Holz-Lehm-Deckenkonstruktionen
  • Technische Dokumentation und Nachweise für Förderanträge
  • Unterstützung bei der Auswahl QNG-zertifizierter Produkte für maximale Förderchancen
  • Koordination mit Energieberatern und Planern für eine geeignete Förderstrategie
  • Lieferung von Lehmbaukprodukten mit allen erforderlichen Zertifikaten
Unverbindliche Beratung anfragen

Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ihrem Holz-Lehm-Deckenprojekt. Gemeinsam entwickeln wir eine Lösung, die sowohl Ihre baulichen Anforderungen erfüllt als auch die bestmögliche Förderung sicherstellt.