Welche Förderprogramme der KfW gelten für Ziegelmodule?

Sabrina Gerstmayr ·
Hausbesitzer hält KfW-Förderunterlagen und betrachtet Tonziegel-Module auf Holztisch bei warmem Tageslicht

Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für den Bau mit Ziegelmodulen, insbesondere durch die BEG-Förderung und das Programm „Klimafreundlicher Neubau“. Diese Programme unterstützen nachhaltiges Bauen mit energieeffizienten Baustoffen wie modernen Ziegelsystemen. Bauherren können sowohl Zuschüsse als auch zinsgünstige Kredite erhalten, wenn sie die entsprechenden Energieeffizienzstandards erfüllen.

Welche KfW-Förderprogramme unterstützen den Bau mit Ziegelmodulen?

Die BEG-Förderung für Wohngebäude ist das wichtigste KfW-Programm für den Ziegelbau. Sie unterstützt den Neubau von Effizienzhäusern der Standards EH 40 und EH 55 mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen. Das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ (KfW 297/298) ergänzt diese Förderung speziell für besonders nachhaltige Bauvorhaben.

Weitere relevante Programme umfassen die Wohnraumförderung für Familien und das Baukindergeld Plus für junge Familien. Diese Programme lassen sich teilweise kombinieren, wenn Ihr Ziegelhaus die jeweiligen technischen Anforderungen erfüllt.

Ziegelmodule qualifizieren sich besonders gut für diese Förderungen, da sie hervorragende Dämmeigenschaften bieten und zur Erreichung der geforderten Energieeffizienzstandards beitragen. Die natürlichen Eigenschaften von Ziegeln unterstützen sowohl den Wärmeschutz als auch die Nachhaltigkeit des Gebäudes.

Welche Voraussetzungen müssen Ziegelmodule für KfW-Förderungen erfüllen?

Ziegelmodule müssen die Energieeffizienzstandards der jeweiligen Förderprogramme erreichen. Für die BEG-Förderung bedeutet dies die Einhaltung der Standards Effizienzhaus 40 oder Effizienzhaus 55. Der Primärenergiebedarf muss entsprechend niedriger sein als bei einem Referenzgebäude nach GEG.

Technische Anforderungen umfassen bestimmte U-Werte für die Außenwände, die Luftdichtheit des Gebäudes und die Verwendung erneuerbarer Energien. Ziegelmodule mit integrierter Dämmung können diese Werte problemlos erreichen, wenn sie fachgerecht verbaut werden.

Für das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ gelten zusätzliche Nachhaltigkeitskriterien. Hier punkten Ziegel durch ihre natürliche Zusammensetzung, Recyclingfähigkeit und lange Lebensdauer. Eine Zertifizierung nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) kann zusätzliche Fördervorteile bringen.

Wie hoch sind die Förderbeträge für Ziegelhäuser bei der KfW?

Die Förderhöhe variiert je nach Programm und Effizienzstandard. Bei der BEG-Förderung erhalten Sie für ein Effizienzhaus 40 einen Kredit bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 18.750 Euro. Für ein Effizienzhaus 55 beträgt der maximale Tilgungszuschuss 9.000 Euro.

Das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ bietet Kredite bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit zu besonders günstigen Zinssätzen. Bei Erfüllung der QNG-Kriterien, die Ziegelhäuser oft erreichen, erhöht sich die Kreditsumme auf bis zu 150.000 Euro.

Zusätzlich können regionale Förderprogramme der Bundesländer in Anspruch genommen werden. Diese ergänzen die KfW-Förderung oft um weitere Zuschüsse für nachhaltiges Bauen mit regionalen Baustoffen wie Ziegeln.

Wie beantrage ich KfW-Förderung für mein Ziegelhaus richtig?

Der Antragsprozess beginnt vor Baubeginn mit der Beauftragung eines Energieeffizienz-Experten. Dieser erstellt die erforderlichen Nachweise und begleitet Sie durch das gesamte Verfahren. Der Förderantrag muss zwingend vor Vertragsabschluss mit dem Bauunternehmen gestellt werden.

Erforderliche Unterlagen umfassen den Bauantrag, den Energiebedarfsausweis, die technische Projektbeschreibung und die Kostenaufstellung. Bei Ziegelmodulen sind zusätzlich die technischen Datenblätter der verwendeten Ziegel und Dämmsysteme einzureichen.

Häufige Fehler sind ein zu später Antrag, unvollständige Unterlagen oder die Wahl eines nicht gelisteten Energieberaters. Planen Sie ausreichend Zeit für die Antragstellung ein und lassen Sie alle Dokumente vor der Einreichung von Ihrem Energieberater prüfen.

Können Ziegelmodule mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden?

Ja, Kombinationen verschiedener Förderungen sind möglich und oft sinnvoll. KfW-Förderungen lassen sich mit BAFA-Zuschüssen für erneuerbare Energien kombinieren, etwa für Wärmepumpen oder Solarthermieanlagen in Ihrem Ziegelhaus.

Regionale und kommunale Förderprogramme ergänzen die KfW-Förderung oft um zusätzliche Zuschüsse. Viele Bundesländer fördern nachhaltiges Bauen mit regionalen Baustoffen, wovon Ziegelhäuser profitieren können.

Steuerliche Vorteile wie die Abschreibung für Denkmalschutz oder die Steuerförderung für energetische Sanierungen können parallel genutzt werden. Wichtig ist die Prüfung der jeweiligen Kombinationsregeln, da sich manche Förderungen gegenseitig ausschließen.

Wie Leipfinger-Bader bei KfW-Förderungen für Ziegelmodule hilft

Wir unterstützen Sie umfassend bei der Beantragung von KfW-Förderungen für Ihr Ziegelhaus. Unser Service umfasst die komplette technische Dokumentation unserer Modulbausysteme mit allen erforderlichen Kennwerten für die Förderanträge.

  • Bereitstellung aller technischen Nachweise und U-Wert-Berechnungen
  • Unterstützung bei der Auswahl des optimalen Ziegelsystems für Ihren Effizienzstandard
  • Vermittlung qualifizierter Energieberater aus unserem Partnernetzwerk
  • Begleitung während des gesamten Genehmigungsverfahrens
  • QNG-konforme Produktdokumentation für maximale Förderausschöpfung

Unsere Bauberatungsabteilung arbeitet eng mit Ihrem Energieberater zusammen und stellt sicher, dass Ihr Ziegelhaus alle Fördervoraussetzungen erfüllt. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ihrem Bauvorhaben und den optimalen Fördermöglichkeiten.