Was ist der gesündeste Putz?

Sabrina Gerstmayr ·
Handwerker trägt frischen Lehm-Naturputz mit geübten Händen auf weiße Innenwand auf, warmes Sonnenlicht beleuchtet die Szene

Die Wahl des richtigen Putzes beeinflusst maßgeblich das Raumklima und die Gesundheit der Bewohner. Während herkömmliche Putze oft chemische Zusätze enthalten, die Schadstoffe an die Raumluft abgeben können, gibt es natürliche Alternativen, die für ein gesundes Wohnklima sorgen. Lehmputz gilt dabei als besonders wohngesund und umweltfreundlich.

Doch was macht einen Putz wirklich gesund? Und welche Eigenschaften sollten Sie bei der Auswahl beachten? Diese Fragen sind entscheidend für alle, die Wert auf nachhaltiges und gesundes Bauen legen.

Was macht einen Putz gesund und wohnfreundlich?

Ein gesunder Putz zeichnet sich durch Schadstofffreiheit, Atmungsaktivität und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften aus. Diese Faktoren sorgen für ein ausgewogenes Raumklima und reduzieren das Risiko von Schimmelbildung und Allergien.

Die wichtigsten Eigenschaften eines wohngesunden Putzes umfassen die Fähigkeit zur Feuchtigkeitsregulierung: Überschüssige Luftfeuchtigkeit wird aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben. Zudem sollte er frei von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und anderen chemischen Ausdünstungen sein. Eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit ermöglicht es den Wänden, zu „atmen“, und verhindert Feuchtigkeitsstau.

Natürliche Putze bieten außerdem den Vorteil, dass sie keine synthetischen Bindemittel oder Konservierungsstoffe enthalten. Stattdessen basieren sie auf mineralischen oder organischen Rohstoffen, die sich seit Jahrhunderten im Bauwesen bewährt haben und keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen haben.

Warum gilt Lehmputz als der gesündeste Putz?

Lehmputz gilt als der gesündeste Putz, weil er vollständig aus natürlichen Materialien besteht, die die Luftfeuchtigkeit optimal regulieren und dabei keinerlei Schadstoffe an die Raumluft abgeben. Seine poröse Struktur ermöglicht eine natürliche Klimaregulierung.

Die außergewöhnlichen Eigenschaften von Lehmputz resultieren aus seiner einzigartigen Zusammensetzung aus Ton, Schluff, Sand und natürlichen Bindemitteln. Diese Mischung kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und bei trockener Raumluft wieder abgeben. Dadurch entsteht ein konstantes, angenehmes Raumklima mit einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent.

Ein weiterer Vorteil von Lehmputz liegt in seiner antibakteriellen Wirkung. Der alkalische pH-Wert des Materials hemmt das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen auf natürliche Weise. Gleichzeitig bindet Lehmputz Gerüche und Schadstoffe aus der Raumluft und trägt so zu einer verbesserten Luftqualität bei.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Lehm-, Kalk- und Gipsputz?

Lehmputz überzeugt durch optimale Feuchtigkeitsregulierung, Kalkputz durch seine desinfizierende Wirkung und Gipsputz durch die schnelle Verarbeitung, wobei alle drei unterschiedliche Vor- und Nachteile für die Wohngesundheit bieten.

Lehmputz punktet mit der besten Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe aller drei Varianten. Er ist vollständig recycelbar und kann bei Renovierungen einfach wieder aufbereitet werden. Allerdings ist er nicht für Feuchträume geeignet und benötigt längere Trocknungszeiten.

Kalkputz besitzt stark alkalische Eigenschaften mit einem pH-Wert von etwa 12, was Bakterien und Schimmelpilze abtötet. Er ist wasserabweisend und daher auch für Badezimmer geeignet. Die Verarbeitung erfordert jedoch Schutzmaßnahmen, da Kalk ätzend wirken kann.

Gipsputz trocknet sehr schnell und lässt sich leicht verarbeiten, hat aber die geringste Feuchtigkeitsregulierung der drei Materialien. In Feuchträumen kann Gipsputz bei dauerhafter Nässe aufquellen und Schimmelbildung begünstigen, weshalb er hauptsächlich für trockene Innenräume empfohlen wird.

Wie erkennt man schadstofffreie und gesunde Putze?

Schadstofffreie Putze erkennen Sie an Prüfsiegeln wie dem natureplus-Zertifikat oder der Auszeichnung „Blauer Engel“ sowie an Produktdeklarationen, die alle Inhaltsstoffe vollständig auflisten und auf synthetische Zusätze verzichten.

Achten Sie bei der Auswahl auf eine transparente Deklaration aller Inhaltsstoffe. Hochwertige, gesunde Putze listen alle verwendeten Materialien auf und verzichten auf Formulierungen wie „und weitere Zusätze“. Vermeiden Sie Produkte mit Konservierungsmitteln, Lösemitteln oder synthetischen Bindemitteln.

Weitere Qualitätsmerkmale sind Emissionsprüfungen nach dem AgBB-Schema (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten) und VOC-Messungen. Seriöse Hersteller stellen diese Prüfberichte auf Anfrage zur Verfügung. Auch der Geruchstest kann Hinweise geben: Natürliche Putze riechen erdig oder neutral, während chemische Gerüche auf problematische Inhaltsstoffe hindeuten.

Wie Leipfinger-Bader beim gesunden Bauen hilft

Wir von Leipfinger-Bader unterstützen Sie mit unserem umfassenden Lehmbausystem beim Einsatz des gesündesten Putzes für Ihr Bauprojekt. Unser Produktportfolio umfasst nicht nur hochwertige Lehmputze, sondern auch komplette Wandsysteme, die traditionelles Know-how mit modernster Technik vereinen.

Unsere Leistungen für gesundes Bauen umfassen:

  • QNG-zertifizierte Lehmputze und Lehmbauprodukte für ein optimales Raumklima
  • Vollständig kreislauffähige und klimaneutrale Baustoffe
  • Professionelle Bauberatung durch unseren Innen- und Außendienst
  • Flexible Lehmplatten für Innenräume und tragende Lehmsteinmauerwerke
  • Individuelle Beratung zu nachhaltigen Putzsystemen

Ob Neubau oder Sanierung – mit unseren zertifizierten Lehmbaulösungen bietet Leipfinger-Bader die passende Antwort auf Ihre Anforderungen an ein gesundes und nachhaltiges Raumklima.

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Kontaktieren Sie unsere Bauberatungsabteilung, um mehr über unsere gesunden Putzsysteme zu erfahren und die optimale Lösung für Ihr Bauvorhaben zu finden. Gemeinsam gestalten wir Ihr Zuhause wohngesund und nachhaltig. Weitere Informationen zu unseren erfolgreichen Projekten finden Sie in unseren Referenzen.