Dezentrale Abluftlösung für innenliegende Bäder
LB-Lüftungssysteme–
Dezentrale Abluftlösung für innenliegende Bäder
Leipfinger-Bader Abluft Direkt Einbau.

Erstmals ohne Steigstrang: Dezentrale Abluftlösung für innenliegende Bäder

Leipfinger-Bader entwickelt eigenständiges Abluftsystem für innenliegende Bäder

Mit „Abluft Direkt“ bringt Leipfinger-Bader eine neue, erstmals steigstrangfreie Abluftlösung für innenliegende Bäder und WCs im Geschosswohnungsbau auf den Markt: Jeder Feuchtraum erhält eine eigene, geschossweise unabhängige Abluftführung nach DIN 18017-3. Dies vermeidet Rauchübertragungen zwischen Wohneinheiten und brandschutztechnische Zusatzbauteile werden überflüssig. Die hoch vorgefertigte, in Rollladen- beziehungsweise Raffstorekästen integrierte Technik reduziert die Zahl der beteiligten Gewerke, vereinfacht Planung und Montage, senkt Betriebsaufwand und schafft zusätzlichen Nutzraum im Bad.

Nah an Baupraxis und Planung entwickelt Leipfinger-Bader immer wieder Systeme, die auf reale Herausforderungen reagieren. Besonders deutlich zeigt sich dieser Ansatz im neuen Abluftsystem „Abluft Direkt“: Es entstand aus dem Bedarf nach einfach zu planenden, brandschutztechnisch sicheren Entlüftungslösungen für den mehrgeschossigen Wohnbau und hebt die dezentrale Lüftung auf eine neue konstruktive Ebene.

Eigenständige Entlüftung je Wohnung

Die Ausgangslage: Die gängige Praxis der Strangentlüftung bedeutet, dass sämtliche Geschosse über gemeinsame Abluftschächte miteinander verbunden sind. Im Brandfall können über diese Schächte Rauch- und Brandgase in benachbarte Wohnungen gelangen – ein Risiko, dem die Landesbauordnungen zunehmend strenge Abschottungsauflagen entgegenstellen. Entsprechend komplex und kostenintensiv wird die Planung im Geschosswohnungsbau. Leipfinger-Bader verfolgt mit dem neuen Produkt aus dem Lüftungsbereich „Abluft Direkt“ einen eigenständigen Ansatz: Statt alle Wohneinheiten über einen Schacht zu koppeln, erhält jeder innenliegende Feuchtraum – ob Bad, WC oder Hauswirtschaftsraum – eine individuelle, geschossweise unabhängige Abluftführung. Die Luft wird dabei unmittelbar im Raum erfasst, über flexible Lüftungsleitungen durch die Filigrandecke geführt und über den Rollladenkasten ins Freie geleitet. Eine separate Zuleitung über Dach oder Steigstrang ist nicht mehr erforderlich.

Weniger Fehler, schnellerer Bau

Gleichzeitig reduziert die neue Lösung den Koordinationsaufwand auf der Baustelle. Statt wie bisher bis zu zehn Gewerke – darunter HLS-Monteur, Trockenbauer, Brandschutzgutachter und Dachdecker – einbinden zu müssen, sind bei „Abluft Direkt“ im Wesentlichen Rohbauer und Elektriker zu koordinieren. Das vereinfacht die Abläufe erheblich, reduziert die Fehleranfälligkeit im Bauprozess und beschleunigt den Bauablauf. „Aus vielen Projekten wissen wir, wie sehr klassische Strangentlüftungen Planung und Ausführung belasten“, erläutert Daniel Zimmermann, Technischer Berater für Lüftungssysteme bei Leipfinger-Bader. „Mit ‚Abluft Direkt‘ entflechten wir diese Komplexität: weniger Gewerke, weniger Brandschutzaufwand, klar getrennte Wohneinheiten. Dies bietet für Planer und Betreiber deutlich mehr Sicherheit.“

Vorbeugener Brandschutz

„Abluft Direkt“ erfüllt die Anforderungen der DIN 18017-3 „Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster“. Ein Effizienzgewinn liegt in diesem Kontext auch im vorbeugenden Brandschutz: Da das System keine Rauchübertragung zwischen Wohneinheiten ermöglicht, können Brandschutzvorrichtungen wie Brandschutzklappe, Brandschutzgehäuse und Deckenschott entfallen – ein Kostenvorteil von rund 150 Euro pro Wohneinheit gegenüber der klassischen Strangentlüftung. Hinzu kommt der Nutzflächengewinn: Da kein Steigstrang durch die Wohneinheiten geführt werden muss, bleibt die Nutzfläche im Bad vollständig erhalten. Ein Argument, das insbesondere bei der Grundrissoptimierung im Mehrfamilienhausbau ins Gewicht fällt.

Geräuscharm und leistungsstark

Das mechanische Abluftsystem nutzt die Technik des Lüftungssystems „Abluft Premium Plus“ von Leipfinger-Bader. Dieses wird direkt in Rollladen- oder Raffstorekästen integriert und von dort aus mit der Filigrandecke und dem zu entlüftenden Raum verbunden. Kernstück des Abluftsystems ist dabei ein halb-axiales Laufrad, das einen ausreichend hohen Förderdruck erzeugt und dabei besonders geräuscharm arbeitet. Durch den Wegfall mehrgeschossiger Strangverbindungen und das strömungsgünstige Design genügt eine geringe Antriebsleistung – die Anlage bleibt energieeffizient und wartungsarm. Das Abluftgerät fördert bis zu 83 Kubikmeter Luft pro Stunde bei einer maximalen Leistungsaufnahme von 4,1 Watt. Die Schalldruckwerte liegen zwischen 10 und 38 Dezibel (A). Zusätzlich reduziert der Wegfall langer Leitungssysteme die Übertragungswege für Geräusche.

Vorfertigung und zügige Montage

Das System wird bereits in der Planungsphase berücksichtigt: Der Bauunternehmer stimmt den Bedarf an Lüftungseinheiten mit dem Deckenhersteller ab, der die erforderlichen Einbauten werkseitig integriert. Die Unterputzdose wird dabei nur teilweise vergossen und als montagefertiges Element auf die Baustelle geliefert. Vor Ort genügt der Anschluss der Lüftungsleitungen – ein Arbeitsschritt, der meist nur wenige Minuten dauert. Separate Schächte, Einhausungen oder aufwendige Nachrüstungen entfallen vollständig.

Weiterer Impuls für praxisnahen Systembau

Mit „Abluft Direkt“ erweitert Leipfinger-Bader sein Portfolio um ein dezentrales Abluftsystem, das die Anforderungen an Energieeffizienz, Brandschutz und Bauökonomie auf zeitgemäße Weise zusammenführt. Der Verzicht auf zentrale Schächte, die nahtlose Integration in die Fassade, die hohe Vorfertigung und die einfache Montage auf der Baustelle machen die Lösung für verschiedenste Bauprojekte attraktiv. Damit setzt Leipfinger-Bader erneut einen Impuls für den ganzheitlichen, praxisnahen Systembau und zeigt, wie technische Lüftung, Vorfertigung und Brandschutz künftig zusammengedacht werden können.

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Für Presse: Pressekontakt Caterina Bader, CMO bei Leipfinger-Bader.

Caterina Bader
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